Die Geschichte der Scheffelhalle
Singens Kult-Veranstaltungshaus
Vom Provisorium
zur festen Instanz
Sängerfeste, Fasnet und Rockkonzerte
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Die ursprüngliche Scheffelhalle war ein traditionsreiches Veranstaltungshaus in Singen am Hohentwiel.
Schon lange war ein "Conzerthaus" für die Stadt geplant worden, insbesondere seit dem Abriss der großen Festspielhalle. Schließlich ergriff der Männergesangverein 1859 e.V. die Initiative und trieb die Planungen im Hinblick auf das anstehende 10. Hegau-Sängerbundfest voran. Innerhalb von nur drei Monaten enstand die neue Veranstaltungshalle am Fuße des Hohentwiel. Trotz dieses provisorischen Charakters entwickelte sie sich zu einem wichtigen Veranstaltungsort für Vereine und andere kulturelle Ereignisse in Singen.
Als bemerkenswertes Beispiel expressionistischer Architektur trug die Scheffelhalle den Namen des Dichters Joseph Victor von Scheffel, dessen Werk "Ekkehard" (1855) eng mit dem Singener Hausberg, dem Hohentwiel, verbunden ist.
In den folgenden Jahren wurden u.a. eine feste Bedachung und eine Heizungsanlage nachgerüstet. Langsam aber sicher wurde die Halle ein zentraler Ort für das kulturelle Leben in Singen und ein beliebter Treffpunkt für Vereine und andere Veranstalter. Gerade in der Fasnetszeit war ein Schaffelhallen-Besuch für die Narren Pflicht; die Poppele-Zunft veranstaltete dort ihre legendären Bälle sowie die Kinderfasnet. Bei den mitunter sehr lautstarken Konzerten feierten die Fans bei lokalen Bands genauso wie mit Status Quo (1977), The Scorpions (1975 und 1977), AC/DC (1977) oder Motörhead (1988).
Wie wichtig der Singener Bevölkerung ihre Halle ist, zeigte sich vor über 25 Jahren aber auch in leidenschaftlichen Protesten und Diskussionen, als die Scheffelhalle für eine Erweiterung des benachbarten Freibads abgerissen werden sollte. So wurde 1999 ein Förderverein gegründet, der inzwischen über 400 Mitglieder zählt. Der Abriss wurde abgewehrt - der Verein blieb bestehen. Über viele Jahre hinweg sammelte er Geld für die Sanierung und den Erhalt. 2025 sollte das 100-jährige Jubiläum des denkmalgeschützten, ursprünglich ja nur als Provisorium geplanten Gebäudes gefeiert werden. Das Konzept für umfassende, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen lag bereits vor.
In der Nacht zum 17. November 2020 wurde die Scheffelhalle durch einen Brand zerstört. Das Feuer war von einer Papiermülltonne ausgegangen und hatte sich rasch ausgebreitet. Trotz eines Großaufgebots von rund 50 Feuerwehrleuten konnte nicht verhindert werden, dass das Veranstaltungshaus bis auf die Mauern niederbrannte.
Schnell wurde beschlossen, die Halle wieder aufzubauen; der Wiederaufbau wird von der Stadt Singen als wichtiges Projekt angesehen, um die Tradition des Hauses fortzusetzen. Der Spatenstich erfolgte im November 2023. Impressionen zum Bauprojekt finden Sie hier.
Noch tiefer in die Geschichte der Scheffelhalle eintauchen können Sie hier.
Im September 2025 wurde die Scheffelhalle 2.0 feierlich eröffnet.
Unsere Scheffelhalle wieder so wie früher zu sehen - das ist schon überwältigend!